Ein Wald – viele Möglichkeiten

Expertise

Wie wird der Wald in 20, 30 oder 40 Jahren aussehen? Welche Baumarten werden in welchen Anteilen vorhanden, wie alt die Bäume sein, und welche Mengen an Holz können wir nachhaltig ernten? Das können wir heute schon abschätzen – mithilfe des Simulationsprogramms WEHAM.


Wie sich der Wald in Zukunft entwickeln und welche Leistungen er zur Verfügung stellen kann, können wir heute schon abschätzen. Unser Werkzeug dafür: die Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung (WEHAM).

Ausgehend von den Daten der Bundeswaldinventur schreiben wir den Waldzustand mit unserem Simulationsprogramm fort. Verschiedene Arten und Intensitäten der Waldbewirtschaftung können wir durch unterschiedliche Szenarien darstellen. Unser Basisszenario zeigt eine Entwicklung, wie sie ablaufen könnte, wenn der Wald weiterhin wie derzeit geplant bewirtschaftet wird. Das Szenario geht davon aus, dass keine großflächigen „Störungen“, zum Beispiel Stürme oder Waldbrände, auftreten.

In anderen Szenarien können mögliche Veränderungen dargestellt werden, zum Beispiel eine höhere Holznachfrage. Außerdem berechnen wir, wie viel Holz aus dem Wald geerntet und in Holzprodukten verwendet werden kann. Diese Angaben fließen zum Beispiel in die Treibhausgasberichterstattung für den Bereich Wald ein.

Natürlich können wir heute noch nicht alle künftigen Entwicklungen absehen, bereits angesprochene Stürme oder Waldbrände zum Beispiel oder technische Neuerungen in der Holzernte. Bei gravierenden Änderungen müssen deshalb neue Szenarien erstellt werden.