The good, the bad and the ugly – Integrierte Bewertung in der Meeresumwelt

Dossier

Integrierte Bewertung heißt, aus der Fülle der Einzelinformationen im Meeresmonitoring eine umfassende Bewertung für den Zustand der Meere zu destillieren. Dazu muss man genau wissen, was man messen will (Zustands- und Belastungsindikatoren), wo die Grenze zwischen „gut“ und „nicht mehr gut“ liegen soll (Bewertungskriterien) und mit welcher Strategie man die Werte verbindet (Integrationsansatz).

Das Thünen-Institut ist in diesem Prozess zusammen mit nationalen und internationalen Kollegen an mehreren Punkten aktiv: Wir erheben Daten, erarbeiten Referenzwerte für die Biodiversität und kommerziell genutzte Fischarten, bewerten die Integrität des Meeresbodens und definieren neue Schadstoff-Schwellenwerte. Auch bereits bestehende Indikatoren werden kritisch hinterfragt. Das tun wir mit dem Ziel, einen validen Bewertungsrahmen für den Meeresumweltzustand zu etablieren. Alle diese Aspekte ergeben zusammen ein Bild vom Zustand des Ökosystems Meer und helfen, die Frage zu beantworten, ob in einem Seegebiet der „gute Umweltzustand“ erreicht ist, wie es im Regelwerk der Europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) beschreiben ist.

Den Zustand der Europäischen Meere integriert zu bewerten – das heißt in einem ökosystembasierten Ansatz – ist, kurz gefasst, der Kern der MSRL. An der Implementierung dieser Richtlinie in Deutschland haben unsere Experten maßgeblichen Anteil.

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