Thünen-Kompetenzzentrum Holzherkünfte

Als Beitrag zum globalen Waldschutz ist am 3. März 2013 in der EU eine neue Holzhandelsverordnung in Kraft getreten. Sie verbietet den Import und den Handel mit illegal eingeschlagenem Holz und daraus hergestellten Produkten. Händler, die Holz und Holzprodukte in die EU einführen, müssen besondere Sorgfaltspflichten beachten. Treten bei Kontrollen Zweifel an der richtigen Deklaration der Hölzer auf oder besteht der Verdacht, dass geschützte Holzarten gehandelt werden, stellt das Thünen-Kompetenzzentrum Holzherkünfte seine Expertise zur Verfügung.

Das Kompetenzzentrum ist zentrale Anlaufstelle für Behörden, Holzhandel, Verbraucher und Verbände bei Fragen des Art- und Herkunftsnachweises von Holz und Holzprodukten. Es ist in der Lage, Holzproben zweifelsfrei auf Gattungs- bzw. Artniveau zu bestimmen und kann für eine zunehmende Anzahl von Baumarten Angaben zur geographischen Herkunft des Holzes überprüfen. 

Ein Caterpillar, der mit seinme Zangenarm einen gefällten Baumstamm durch den tropischen Wald zieht.

Internationale Zertifizierungssysteme, die sowohl die Legalität und Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung bescheinigen als auch die Handels- und Produktionskette dokumentieren, werden weiterentwickelt. Damit können diese Zertifikate künftig ebenfalls als Legalitätsnachweise im Sinne der EU-Verordnung anerkannt werden. Darüber hinaus werden Kriterien für Legalitätsprüfungen optimiert. Holzhandelsströme und -märkte werden laufend analysiert, um Informationen für Politik, Unternehmen und Verbraucher bereitzustellen. Gleichzeitig werden damit Risikoländer und Risikowarengruppen erkennbar.

Die Experten des Thünen-Kompetenzzentrums kooperieren international mit wissenschaftlichen Einrichtungen und bilden Partner in den jeweiligen Ländern weiter. Damit werden diese in die Lage versetzt, vor Ort präzise Informationen zu den gehandelten Sortimenten, ihrer Herkunft, ihrer Legalität und ihres nachhaltigen Einschlags bereitzustellen.