Überfischung – was ist damit eigentlich gemeint?

„Die Weltmeere sind überfischt“, „Wir essen die Meere leer“  – solche Aussagen liest und hört man häufig. Der Begriff Überfischung klingt eindeutig, hat aber verschiedene Grundlagen und Deutungsmöglichkeiten.

Ab wann gilt ein Fischbestand als überfischt? Schon wenn der maximale Dauerertrag nicht erreicht wird oder erst wenn er außerhalb  seiner sicheren biologischen Grenzen bewirtschaftet wird? Je nach Sichtweise und Intention antworten die Akteure in der öffentlichen Diskussion auf unterschiedliche Weise. Hier ist es geboten, genau hinzuschauen, denn es gibt verschiedene Definitionen und entsprechend auch unterschiedliche Schlussfolgerungen über den Zustand der Bestände. Experten unterscheiden zum Beispiel zwischen Rekrutierungsüberfischung und Wachstumsüberfischung.

In einem Beitrag für das Thünen-Magazin „Wissenschaft erleben“ setzen sich die Fischereiforscher Gerd Kraus und Alexander Kempf vom Thünen-Institut für Seefischerei genauer mit der Begrifflichkeit auseinander. Der Südwestdeutsche Rundfunk (SWR) hat dies aufgegriffen und Gerd Kraus in einem längeren Interview zum Zustand der Fischbestände, zu den wissenschaftlichen Erhebungsmethoden und zur Überfischung allgemein befragt.

Lesen Sie im Folgenden den Beitrag aus dem Magazin „Wissenschaft erleben“ und hören Sie das Interview.


Überfischung – einfaches Wort mit kompliziertem Inhalt (aus: Wissenschaft erleben 1/2017)

Überfischung und Fangquoten: Wie ermittelt man die Zahlen? (Radiointerview in SWR2 vom 04.08.2017)