Braunschweig: Cloud der Wissenschaft

Vor 10 Jahren wurde Braunschweig zur „Stadt der Wissenschaft“ gekürt. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums präsentieren die Braunschweiger Forschungseinrichtungen 10 Tage lang in der Innenstadt in einem vielfältigen Programm Wissenschaft zum Anfassen. Mit dabei ist auch das Thünen-Institut.

Vom 15. – 27. September 2017 spannen die Stadt Braunschweig und die ForschungRegion Braunschweig e.V. ein Netzwerk in Form einer „Cloud der Wissenschaft“ auf dem Burgplatz in der Innenstadt. Die „Cloud“ ist ein Pavillon mit Bühnencharakter, in dem es ein abwechslungsreiches öffentliches Veranstaltungsprogramm für alle Altersklassen gibt: Diskussionen, Vorträge, Mitmach-Aktionen und vieles andere mehr wechseln sich ab. Zur feierlichen Eröffnung der „Cloud der Wissenschaft“ am 15. September, 11 Uhr, ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Probenahmestelle auf einem Feld in Hessen (© Michael Welling/Thünen-Institut)

Am 20. September informiert das Thünen-Institut in einem Science Talk über die Bodenzustandserhebung Landwirtschaft (BZE LW), ein Projekt mit bundesweiter Ausstrahlung. An mehr als 3.000 Probenahmestellen gehen Experten des Thünen-Instituts landwirtschaftlich genutzten Böden auf den Grund: Sie entnehmen Bodenproben und analysieren sie in ihrem Braunschweiger Großlabor. Zentrale Frage: Wie viel Kohlenstoff enthalten die verschiedenen Böden und wie ist dies abhängig vom Bodentyp, von der Region und der Bewirtschaftungsweise. Böden spielen eine wichtige Rolle im Klimageschehen, und die Daten der BZE LW werden u.a. für die Emissions-Berichterstattung benötigt, zu der sich Deutschland im Rahmen der Klimarahmenkonvention (Stichwort „Kyoto-Protokoll“) verpflichtet hat.

Am Mittwoch, dem 27. September, von 18 bis 20 Uhr ist Thünen-Präsident Folkhard Isermeyer einer der Podiumsgäste, wenn es in einer von Henning Noske (Braunschweiger Zeitung) moderierten Diskussionsrunde um nichts weniger geht als um die „Zukunftsfragen der Menschheit“. 23 führende Persönlichkeiten aus Forschung und Wissenschaft der Region geben in Statements Einschätzungen ab und beantworten Fragen.