Institut für

Biodiversität

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Landschaftsbezogene Agrobiodiversität

Kontakt: Dr. Jens Dauber, Dr. Sebastian Klimek

Agrarlandschaft im nördlichen Harzvorland
Agrarlandschaft im nördlichen Harzvorland (© Thünen-Institut/BD)

Mittels naturwissenschaftlich-ökologischer Methoden analysieren wir Veränderungen der biologischen Vielfalt in Agrarökosystemen. Diese liefern uns, von der Feld und Betriebsebene bis hin zur regionalen und nationalen Ebene, grundlegende und praxisrelevante Erkenntnisse zur Funktion und Bedeutung biologischer Vielfalt in Agrarlandschaften.

In unseren Untersuchungen erfassen wir unterschiedliche funktionelle Artengruppen auf verschiedenen räumlichen Skalen, um die komplexen Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlicher Produktion, biologischer Vielfalt, ökosystemaren Funktionen und Dienstleistungen besser zu verstehen. Dazu kommen, je nach Fragestellung, freilandökologische, experimentelle und Modellierungsansätze zum Einsatz. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse dienen dazu, Perspektiven und Strategien aufzuzeigen, um zukünftig die Erhaltung und die nachhaltige Nutzung von biologischer Vielfalt, bei gleichzeitiger Sicherung der landwirtschaftlichen Produktion zur Versorgung mit Nahrungsmitteln und Energierohstoffen, zu gewährleisten. Zudem werden praxisrelevante Empfehlungen für die zukünftige Ausgestaltung von Monitoringverfahren und Indikatoren zur biologischen Vielfalt abgeleitet.

Auf nationaler Ebene modellieren wir die räumliche Verteilung von artenreichen Landwirtschaftsflächen. Dadurch identifizieren wir Agrarlandschaften mit hoher Biodiversität, die uns dabei unterstützten, Folgen künftiger Landnutzungsänderungen abschätzen zu können. Wir entwickeln Strategien, um auch in hochproduktiven Agrarräumen biologische Vielfalt zu fördern, und wir untersuchen Auswirkungen nachwachsender Rohstoffe auf die Biodiversität. Ein Biodiversitätsmodul im Rahmen der Thünen-Geodaten-Infrastruktur dient der Thünen-internen und der externen Vernetzung unserer Aktivitäten. Als Gesamtziel streben wir eine Verknüpfung von deutschlandweitem Monitoring und Begleit- und Innovationsforschung zum „Greening“ der GAP an, die für künftige Politikgestaltungen nutzbar wäre.