Institut für

Agrarklimaschutz

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Verbundprojekt "Organische Böden"

Ermittlung und Bereitstellung von Methoden, Aktivitätsdaten und Emissionsfaktoren für die Klimaberichterstattung LULUCF/ AFOLU

Das wiedervernässte Hochmoor im bayerischen Mooseurach zeigt eine Entwicklung in Richtung moortypischer Vegetation.
Das wiedervernässte Hochmoor im bayerischen Mooseurach zeigt eine Entwicklung in Richtung moortypischer Vegetation. (© Thünen-Institut/AK)

Hauptziele des Projekts sind die flächendeckende Erhebung von Aktivitätsdaten – d.h. von Bodeneigenschaften, Wasserhaushalt und Landnutzung – und die Messung der Emissionen von Kohlendioxid, Lachgas und Methan aus organischen Böden unter verschiedensten Nutzungs- und Klimabedingungen. In den Abbildungen rechts und unten sind beispielhaft zwei gegensätzliche Messstandorte dargestellt: ein wiedervernässtes, regenerierendes Hochmoor in Bayern und ein degradiertes Niedermoor unter Mais in Niedersachsen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist der Schritt vom Punkt in die Fläche. Dazu müssen Modellansätze entwickelt werden, die aufbauend auf den Messungen in deutschlandweit elf Testgebieten mit über 60 Messstandorten den Wasserhaushalt und die Treibhausgasemissionen organischer Böden berechnen und unter unterschiedlichen Managementszenarien prognostizieren können.

Dieses entwässerte Niedermoor wird zum Anbau von Mais genutzt. Die aeroben Bedingungen haben zu einer starken Degradierung des Torfes geführt.
Dieses entwässerte Niedermoor wird zum Anbau von Mais genutzt. Die aeroben Bedingungen haben zu einer starken Degradierung des Torfes geführt. (© Thünen-Institut/AK)

Das Thünen-Institut für Agrarklimaschutz (Arbeitsgruppe Emissionsberichterstattung) ist an allen Modulen des Projekts beteiligt (Abbildung unten). Aufgaben der beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfassen die Gasmessungen in einem eigenen Testgebiet, dem "Großen Moor" bei Gifhorn, die Entwicklung von automatischen Gasmesshauben sowie die Erfassung der Austräge gelöster Stoffe auf verschiedenen Maßstabsebenen. Daneben werden Beträge zur Modellierung und Regionalisierung des Wasserhaushaltes, insbesondere der Verdunstung und der Lachgasemissionen geleistet. Durch das Projekt wird umfassenderes Wissen über den Status organischer Böden und deren Treibhausgasemissionen gewonnen und dadurch eine regelgerechte Berichterstattung ermöglicht. Des Weiteren sollen Einsparpotenziale unter verschiedenen Nutzungs- und Managementvarianten ermittelt und damit Entscheidungshilfen für die Politikberatung entwickelt werden.

Projektstruktur

Das Institut für Agarklimaschutz ist an allen Modulen des Verbundprojekts „Organische Böden“ beteiligt (grüne Boxen).
Das Institut für Agarklimaschutz ist an allen Modulen des Verbundprojekts „Organische Böden“ beteiligt (grüne Boxen). (© Thünen-Institut/AK)