Institut für

Agrarklimaschutz

Bodenzustandserhebung Landwirtschaft (BZE-LW)

Methodik der BZE-LW

Auf Grundlage eines systematischen Rasters von 8 x 8 km werden deutschlandweit über 3000 Standorte auf landwirtschaftlichen Nutzflächen untersucht. Die Probenahmepunkte werden in einem zufallsbasierten Verfahren generiert, dass auf der Entfernung der Punkte zueinander und den Ziellandnutzungen Ackerland, Grünland, Gartenland und Sonderkulturen aus dem aktuellen Basis-DLM (Digitales Basis-Landschaftsmodell) basiert. Über nachgeschaltete Repräsentanztests wird sichergestellt, dass das so entstandene Probenahmegrid repräsentativ für die Verteilung landwirtschaftlicher Nutzflächen in den Bundesländern ist sowie die deutschen Boden-Klima-Räume optimal repräsentiert.

In einer einmaligen Beprobung an jedem Punkt wird bis in eine Tiefe von 100 cm standardisiert Bodenmaterial entnommen. Dabei wird in einem Radius von 10 m um den Probenahmepunkt herum auch die kleinräumige Variabilität erfasst. Das Probenahmeverfahren orientiert sich an dem der Bodenzustandserhebung im Wald: Ansprache und Beprobung des Bodenprofils sowie volumengerechte Probenahme an den Satelliten per Rammkernsondierung.

Nachdem im Gelände das Bodenprofil aufgenommen und beschrieben wurde, wird das Probenmaterial im Labor auf seine Bodenkohlenstoffkonzentration hin untersucht und die Trockenrohdichte gemessen. Darüber hinaus wird der Steingehalt und die Bodenart sowie weitere erklärende Parameter bestimmt.  Ziel ist die Berechnung der Kohlenstoffvorräte in den landwirtschaftlich genutzten Böden Deutschlands.

Die Bodenkohlenstoffvorräte sind ein Spiegelbild der Nutzungs- und Bewirtschaftungsgeschichte jedes Standortes. Mit einem Fragebogen werden daher weitere Informationen zum Beprobungspunkt und Betriebsstrukturdaten gesammelt, um sie für die wissenschaftliche Auswertung zu nutzen. Alle Daten und Informationen werden streng vertraulich behandelt und nur anonymisiert weiter verarbeitet. Die Inhalte des Fragebogens werden ausschließlich intern zum Zweck der Emissionsberichterstattung und Klimaforschung verwendet.