Institut für

Agrarklimaschutz

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Emission von Ammoniak

Effizient düngen und Ammoniak-Emissionen mindern

Gülleausbringung mit Schleppschläuchen
Gülleausbringung mit Schleppschläuchen (© Thünen-Institut/AK)

Die Emission von Ammoniak (NH3) führt über den Eintrag von Stickstoff zur Eutrophierung naturnaher Ökosysteme. Durch weitere Umsetzungsprozesse trägt sie zur Bodenversauerung und indirekten Emission des Treibhausgases N2O bei. Die Landwirtschaft in Deutschland verursacht durch Emissionen aus der Tierproduktion und der Stickstoffdüngung mehr als 90% der nationalen NH3-Emission. Im Rahmen eines internationalen Abkommens zur Luftreinhaltung hat sich Deutschland zur Einhaltung einer nationalen Emissions-Höchstmenge für NH3 verpflichtet. Der politische Handlungsdruck, Maßnahmen zur Minderung der Emissionen auf den Weg zu bringen, steigt.

Wir messen und analysieren die NH3-Emission unterschiedlicher Verfahren der Stickstoffdüngung und bewerten Maßnahmen zur Emissionsminderung. Im Fokus stehen dabei unterschiedliche Aufbereitungs- und Ausbringungstechniken für organische Wirtschaftsdünger aus der Tierhaltung sowie für Gärreste aus Biogasanlagen, die hohe Potenziale für NH3-Emissionen aufweisen. Maßnahmen zur Emissionsminderung leisten hier nicht nur Beiträge zum Klima- und Umweltschutz, sondern bieten auch die Chance, Stickstoff in der Landwirtschaft produktiver einzusetzen. Die Ergebnisse dienen der Politikberatung und lassen sich für den Nachweis erbrachter Emissionsminderungen im Rahmen der nationalen Emissionsberichte nutzen.

Eine Nachwuchs-Forschergruppe am Institut entwickelt neue methodische Ansätze zur Quantifizierung der Emission und Deposition reaktiver Stickstoffverbindungen in terrestrischen Ökosystemen und analysiert, wie sich der Stickstoffeintrag auf den Biosphäre-Atmosphäre-Austausch klimawirksamer Spurengase auswirkt.